Nummer 47

Medieninhaberin: Verein für sozialwissenschaftliche Forschung
Herausgeberin: Redaktion „grundrisse“
An dieser Ausgabe haben mitgearbeitet: Bernhard Dorfer, Martin Birkner, Robert Foltin, Maria Gössler, Stefan Junker, Franz Naetar, Paul Pop, Karl Reitter, Walter S.
Layoutkonzept & Covergestaltung: Lisa Bolyos
Layout: Stefan Junker
Erscheinungsort: Wien
Herstellerin: Digidruck, 1100 Wien
Offenlegung: Der Verein für sozialwissenschaftliche Forschung ist zu 100% Eigentümer der Zeitschrift „grundrisse“. Grundlegende Richtung: Förderung gesellschaftskritischer Diskussionen und Debatten.
Der Inhalt der grundrisse steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, außer wenn anders angegeben.

Grundrisse

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Diese Ausgabe hat drei Schwerpunkte: Fürsorge Arbeit, Demokratie und die Rezeption der Marxschen Theorie. Zudem setzt Stefan Junker unsere Debatte zur Räteproblematik fort. Walter Winter versucht in seinem Beitrag den Begriff der Sorgearbeit sehr weit zu fassen. Sorgearbeit sei, so der Autor, als umfassendes soziales Verhältnis zu verstehen, das über bloße Pflegearbeit weit hinausgeht. Mathias Rude verweist auf den kaum bekannten Zusammenhang der feministischen Bewegung mit der Tierrechtsbewegung in Großbritannien. Martin Birkner beschäftigt sich mit theoretischen Fragen der Demokratie; ebenso Andreas Exner, der dabei an aktuellen Ereignissen anknüpft. Die Beträge von Christoph Lieber, Slave Cubela und Karl Reitter haben gemeinsam, dass sie sich auf die Marxsche Begrifflichkeit beziehen. Stefan Lieber zeigt, dass die Kategorien der Kapitalanalyse ein nützliches Werkzeug für die Dechiffrierung von Bewusstseininhalten darstellen. Slave Cubela zeichnet die ideengeschichtliche Entwicklung des Arbeitsbegriffes vor Marx nach; Karl Reitter porträtiert das Buch von Urs Lindner Marx und die Philosophie. Vier Buchbesprechungen beschließen diese Ausgabe.

Der Termin für den unten veröffentlichen Call für Papers zur Theorie & Politik Toni Negris ist zweifellos sehr bald – zu bald, das sei selbstkritisch eingestanden. Der Grund: Wir wollen dieses Mal die Winternummer der grundrisse bereits im November veröffentlichen, um rechtzeitig zur KriLit 13, den „Kritischen Literaturtagen 2013“, die vom 8. bis zum 12. November rund um den Yppenplatz im 16. Bezirk in Wien stattfinden, zu erscheinen. Wir haben diesen Call jedoch bereits auf unserer Webseite sowie auf diversen Internetforen veröffentlicht. Zudem handhaben wir unsere Schwerpunktsetzungen keineswegs strikt. Wir veröffentlichen interessante Texte sowohl zum Care-Thema als auch zu Negris Theorie auch gerne in den kommenden Ausgaben.

Eure grundrisse Redaktion

Grundrisse

Editorial


Stefan Junker

Zur Rätediskussion

Eine Ergänzung zu Roman Danyluk und Ewgeniy Kasakow

Walter Winter

Care, Sorge, Für-Sorge; 5 Thesen


Matthias Rude

Frauen- und Tierrechtsbewegung

Eine doppelt verschwiegene Geschichte

Martin Birkner

Was tun mit Demokratie – in Praxis und Theorie?


Andreas Exner

Die Tränengasdemokratie

Istanbul, Frankfurt und der globalisierte Widerstand

Christoph Lieber

Marx’ Kritik der politischen Ökonomie

(Noch) Schlüssel für die Ideologie- und Bewusstseinstheorie der Linken heute?

Slave Cubela

Klassenkampf ohne Marx!

Zur bürgerlichen Theorie der Arbeit vor Marx

Karl Reitter

Knapp daneben ist auch vorbei

Ein Rezensionsessay zu Marx und die Philosophie von Urs Lindner

Konrad Lotter
Colin Crouch:

Jenseits des Neoliberalismus

Ein Plädoyer für soziale Gerechtigkeit

Robert Foltin
Harald Rein (Hg):

1982 – 2012. Dreißig Jahre Erwerbslosenprotest

Dokumentation, Analyse und Perspektive

Philippe Kellermann
Juliane Rebentisch:

Die Kunst der Freiheit

Zur Dialektik demokratischer Existenz

Bernd Hüttner
Elisabeth Koch, Manuela Saringer, Rosemarie Schöffmann, Viktorija Ratković:

„Gastarbeiterinnen“ in Kärnten

Auf Spurensuche der weiblichen Arbeitsmigration