Nummer 45

Medieninhaberin: Verein für sozialwissenschaftliche Forschung
Herausgeberin: Redaktion „grundrisse“
An dieser Ausgabe haben mitgearbeitet: Bernhard Dorfer, Martin Birkner, Robert Foltin, Maria Gössler, Stefan Junker, Franz Naetar, Paul Pop, Karl Reitter, Gerold Wallner, Walter S.
Layoutkonzept & Covergestaltung: Lisa Bolyos
Layout: Stefan Junker
Erscheinungsort: Wien
Herstellerin: Digidruck, 1100 Wien
Offenlegung: Der Verein für sozialwissenschaftliche Forschung ist zu 100% Eigentümer der Zeitschrift „grundrisse“. Grundlegende Richtung: Förderung gesellschaftskritischer Diskussionen und Debatten.
Der Inhalt der grundrisse steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, außer wenn anders angegeben.
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
diese Ausgabe versucht eine Annäherung an das komplexe Thema Demokratie aus verschiedenen Perspektiven. Stefan Junker und Ewgeniy Kasakow beziehen sich in ihren Beiträgen auf die klassische Alternative zum Parlamentarismus, auf Räte und ihre historischen Ausformungen. Die Perspektive ist dabei durchaus unterschiedlich, unser Redakteur Stefan Junker möchte in der nächsten Ausgabe eine kritische Anmerkung zum Beitrag von Ewgeniy Kasakow veröffentlichen – selbstverständlich erhält Kasakow die Möglichkeit zur Erwiderung. Die Beiträge von Susan Zimmermann und G. M. Tamás haben gemeinsam, dass beide AutorInnen in Budapest arbeiten und daher mit den dortigen Verhältnissen bestens vertraut sind. Der Artikel von Zimmermann beschäftigt sich mit der aktuellen Debatte in Ungarn, ob und in welchem Ausmaß eine politische Intervention der EU gegen die autoritären Tendenzen der Regierung Viktor Orbán, die sich auch in einer Reihe von Gesetzen manifestieren, zu begrüßen oder abzulehnen sei. Die Beiträge von G. M. Tamás haben allgemeinen Charakter und versuchen das Phänomen Postfaschismus zu entschlüsseln. Auf ausdrücklichem Wunsch des Autors publizieren wir auch den bereits 2000 in englischer Sprache erschienenen Artikel Über Postfaschismus – wir danken an dieser Stelle Gerold Wallner für die Übersetzung dieser Texte. Robert Foltin nähert sich dem Thema Demokratie aus der Perspektive vergangener und zukünftig möglicher sozialen Bewegungen. Karl Reitter steuert kurze Thesen zum Begriff des Politischen – nach seiner Auffassung ein Fehlbegriff – bei. Nicht direkt zum Schwerpunkt findet ihr einen Text von Gerhard Hanloser, in dem der Autor die überhebliche und zugleich haltlose Polemik mancher linker Kreise an der Occupy Bewegung und an dem Buch von David Graeber mit dem Titel Schulden kritisiert.
Die nächste Ausgabe der grundrisse wird keinen expliziten Schwerpunkt haben. Wir haben so viele gute Artikel erhalten, so dass wir ein hundert Seiten Heft füllen hätten können. Dank an unsere ZusenderInnen! Eines können wir jetzt schon verraten, wir werden ein langes Interview mit Silvia Federici über ihr neu übersetztes Buch Caliban und die Hexe publizieren.
Eure grundrisse Redaktion
Karl Reitter
Susan Zimmermann
Grenzüberschreitende Intervention im Dienste der „guten Sache“ und solidarischer Internationalismus
Stefan Junker
Ewgeniy Kasakow
Gáspár Miklós Tamás
•
Gerold Wallner
Wie Staatsbürgerschaft ein exklusives Privileg wird
Gáspár Miklós Tamás
Robert Foltin
Gerhard Hanloser
Zu typisch deutschen Kritikern von Occupy und David Graeber
Andreas Kranebitter
Gruppe INEX (Hg.):
Zur Linken Kritik an Stalinismus und Realsozialismus
Paul Pop
Michael Seidman:
Über Arbeiterkämpfe in Barcelona und Paris, 1936-1938
Karl Reitter
Christine Resch, Heinz Steinert: