Nummer 13

Medieninhaberin: Partei „grundrisse“
Herausgeberin: Redaktion „grundrisse“ (Wolfgang Bacher, Martin Birkner, Bernhard Dorfer, Robert Foltin, Marcus Gassner, Franz Naetar, Karl Reitter, Klaus Zoister)
Grafikkonzept: Harald Mahrer
Erscheinungsort: Wien
Herstellerin: Digidruck, 1030 Wien
Offenlegung: Die Partei „grundrisse“ ist zu 100% Eigentümerin der Zeitschrift „grundrisse“. Grundlegende Richtung: Förderung gesellschaftskritischer Diskussionen und Debatten
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck darf nur mit Einwilligung der Redaktion der „grundrisse“ erfolgen.
Grundrisse
Editorial
Liebe LeserInnen,
vor euch liegt die 13. Ausgabe der grundrisse. Wenn auch diesmal kein ausgesprochener Themenschwerpunkt vorliegt, so findet sich doch in den meisten Artikeln eine Gemeinsamkeit, nämlich die Kritik an althergebrachten und unseres Erachtens veralteten Vorstellungen von Emanzipation - nebst einigen Hinweisen, in welche Richtung es dennoch gehen könnte …
Gerhard Hanloser analysiert den oft unterstellten und vermeintlich automatischen Zusammenhang von Globalisierungskritik und „strukturellem Antisemitismus“, unter anderem anhand der Debatte in und um Attac. Anton Pam widmet sich den Gemeinsamkeiten und Unterschieden des Kriegskommunismus russischer und chinesischer Ausprägung. Der zweite Teil von Karl Reitters Plädoyer für ein garantiertes Grundeinkommen (Teil Eins erschien in den vorherigen grundrissen) behandelt unter anderem historische Fragestellungen nachkapitalistischer Verteilung. Besonders ans Herz legen möchten wir euch den Text von Darij Zadnikar. Seine „Chronik des fröhlichen Widerstands“ erschien ursprünglich als Nachwort zur slowenischsprachigen Ausgabe von John Holloways „Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen“ und wurde von Nika Sommeregger und Bernd Maier ins Deutsche übersetzt. Zadnikar beschreibt darin die Geschichte der neueren sozialen Bewegungen in Slowenien. Bernhard Dorfer, bekannt als Autor der längstbetitelten grundrisse-Artikel, macht sich „ein paar Gedanken“ über ökologische Fragestellungen im linksradikalen Kontext.
Außerdem möchten wir euch diesmal zu politischer Aktivität aufrufen: Nach dem Erfolg des euromayday 2004 — unter anderem in Barcelona und Milano — wird es heuer auch in Wien eine mayday-Parade geben. Der euromayday entstand 2001 in Milano als Antwort auf die Verknöchertheit der traditionellen ArbeiterInnenbewegung und ist angetreten, der Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen einen kämpferischen politischen Ausdruck zu verleihen. Dabei handelt es sich nicht um einen weiteren „Aufmarsch“ am 1. Mai, vielmehr soll der Vielfalt der prekären Verhältnisse und den Bedürfnissen des „Prekariats“ in einer bunten, lauten und aktionistischen Parade Ausdruck verliehen werden. Die Vorbereitungen dafür sind bereits am Laufen, nähere Informationen findet ihr unter www.euromayday.at. Für Veranstaltungen zum Thema Prekarisierung bzw. euromayday verweisen wir außerdem auf unsere Homepage www.grundrisse.net.
Die Veranstaltungsreihe stop making capitalism wird ebenfalls fortgesetzt, und zwar mit einem Vortrag unseres Autors Gerhard Hanloser zum Thema Antisemitismus am 20. April. Tags darauf werden wir uns in einem Seminar mit Gerhard Hanloser der kritischen Auseinandersetzung mit der Theorie John Holloways widmen. Für genauere Orts- und Zeitangaben verweisen wir auf www.stopmakingcapitalism.net und freuen uns auf euren Besuch, aber nicht ohne uns abschließend bei LAAS für seine wunderbaren Comics zu bedanken.
Die Redaktion
Grundrisse
Gerhard Hanloser
Anton Pam
Karl Reitter
Bernd Maier
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Nika Sommeregger
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Darij Zadnikar
Bernhard Dorfer
im Anschluss an die Lektüre von Saral Sakars und Bruno Kerns Manifest „Ökosozialismus oder Barbarei“
Klaus Zoister
Angelika Ebbinghaus, Karl-Heinz Roth (Hg.):
Neue Sichtweisen auf den Widerstand gegen die NS-Diktatur 1938-1945
Michael Motal
Alain Badiou: