Heft 78

Medieninhaber und Herausgeber: Kritischer Kreis — Verein für gesellschaftliche Transformationskunde, Margaretenstraße 71-73/1/23, 1050 Wien. Druck: H. Schmitz, Leystraße 43, 1200 Wien. Auflage: 1.000. Copyleft: Alle Artikel der Streifzüge unterliegen, sofern nicht anders gekennzeichnet, dem Copyleft-Prinzip: Sie dürfen frei verwendet, kopiert und weiterverbreitet werden unter Angabe von AutorIn, Titel und Quelle des Originals sowie Erhalt des Copylefts. Redaktion (zugleich Mitglieder des Leitungsorgans des Medieninhabers): Petra Ziegler, Maria Wölflingseder, Ricky Trang, Martin Scheuringer, Franz Schandl, Severin Heilmann, Lorenz Glatz. Covergestaltung: Isalie Witt. Layout: Françoise Guiguet, zetpe. Transformationsrat: Christoph Adam (Santiago de Compostela), Dora de la Vega (Cordoba, Argentinien), Peter Klein (Nürnberg), Paolo Lago (Verona), Neil Larsen (Davis, USA), Massimo Maggini (Livorno), Stefan Meretz (Berlin), Emmerich Nyikos (Mexiko-City), Erich Ribolits (Wien), Salih Selcuk (Istanbul), Gerburg Vermesy (Rimsting), Ulrich Weiß (Berlin). Offenlegung: Der Medieninhaber ist zu 100 Prozent Eigentümer der Streifzüge und an keinen anderen Medienunternehmen beteiligt. Grundlegende Richtung: Kritik-Perspektive-Transformation.

Franz Schandl

Einlauf

Seltsam ratlos hinterlässt einen ein Büchlein von Hans Kelsen. Darin schreibt er völlig zu Recht: „Ich habe diese Abhandlung mit der Frage begonnen: Was ist Gerechtigkeit? Nun, an ihrem Ende, bin ich mir wohl bewusst, diese Frage nicht beantwortet zu haben. Meine Entschuldigung ist, dass ich in dieser Hinsicht in bester Gesellschaft bin.“ (Was ist Gerechtigkeit, (1953), Stuttgart 2000, S. 52.) Aber vielleicht ist die Frage auch gar nicht, was Gerechtigkeit ist, sondern, was die Formel bezweckt. Wir haben es mit keiner irgendwie gearteten Realität zu tun, sondern mit einem Postulat. Ideologisch freilich handelt es sich um einen Leitwert oder eine Lenkkategorie rationalisierter Bürgerlichkeit. Als solche sollten wir sie, unabhängig von unseren Impressionen, auch behandeln. Dazu und einiges mehr in dieser Ausgabe, die einen zwar nicht ratlos, aber doch fragend hinterlassen soll.

Das Layout der Printausgabe wird neuerdings mittels freier Software erstellt. Im Zuge dieses Umbaus haben wir den Texten mehr Raum gegeben und die Buchstabenwüste aufgelockert.

Ansonsten sind auch wir während der Produktion des Heftes in die Corona-Krise geschlittert. Die Streifzüge wurden daher einige Wochen später als geplant ausgesandt. Betreffend Thema Nummer Eins verweisen wir auf den EU-Artikel von Lorenz Glatz, weiters auf unsere Website und auf die nächste Ausgabe.

Von unseren Autoren Alfred Noll, Eske Bockelmann, Karl Kollmann und Dieter Braeg gibt es aktuelle Bände. Dieter ist dieser Tage übrigens Achtzig geworden. Nicht nur für die tätige Hilfe und als Publizist sei er bedankt und beglückwünscht. Alles Gute, lieber Dieter.

Redaktion Streifzüge

Call for Papers 78: GeRECHTigkeit?


Redaktion Streifzüge

In eigener Sache: Streifzüge 78


Lorenz Glatz

Es kracht im Gebälk

Europa als aktuelles Grundproblem — Teil II

Petra Ziegler

Massen in Haft


Petra Ziegler

Streifzüge 78


Franz Schandl

„Gerechtigkeit bringt’s“


Franz Schandl

Einlauf


Dieter Braeg

Kapitalistisches Informationssystem


Nikolaus Dimmel

Grenzen des Rechts – Grenzenlose Rechtlosigkeit


Stefan Meretz

Die Gesellschaft nach dem Geld (1)


Alfred J. Noll

Am Anfang des Rechts


Linda Lilith Obermayr

Kritik der Rechtsform


Peter Klein

Die neue Rücksichtslosigkeit I


Franz Schandl

Neue Gerechtigkeit


Nikolaus Dimmel

Entsolidarisierung im Sozialrecht?


Alfred Fresin

Die subjektiv moralische Seite des Rechts: Gerechtigkeit


Maria Wölflingseder

Idealerweise ein Neutrum?


Meinhard Creydt

Warum Gerechtigkeit nicht im Zentrum steht


Franz Schandl

Im Tümpel der Gerechtigkeit