Heft 6-7/2003

Medieninhaber: Bureau № 2 — Agentur für Kommunikation und Information
Herausgeberin: LICRA-Österreich (Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus)
Redaktion: Katrin Auer, Hannah Fröhlich, Manfred Gmeiner, Stephan Grigat (koordinierender Redakteur), Heide Hammer (Radio), Günter Hefler, Mary Kreutzer, Eva Krivanec, Stella Puig-Waldmüller (Internet), Heribert Schiedel, Thomas Schmidinger, Alexander Schürmann-Emanuely (geschäftsführender Redakteur), Jutta Sommerbauer, Markus Zingerle (Radio)
Titelgraphik: diE nOt
Layout: Birgit Baschant
Hersteller: Resch druck & grafik, 1150 Wien
Offenlegung: Der Medieninhaber ist zu 100% Eigentümer, von sonst nichts und sonst niemand; Leitungsorgan ist die Redaktion; grundlegende Richtung: Kritik, insbesondere Gewalt- und Herrschaftskritik
Context XXI ist Mitglied der VAZ — Vereinigung alternativer Zeitungen und Zeitschriften

Stephan Grigat

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die österreichische Sekti­on der Internationalen Liga gegen Rassismus und Antisemitismus wird im Jän­ner 2004 in Wien in Koope­ration mit dem Dokumentationsarchiv des Österreichi­schen Widerstands, LICRA- Frankreich, der Theodor Kramer Gesellschaft, der ÖH-Bundesvertretung und der ÖH der Uni Wien, dem psychosozialen Zentrum ESRA, dem Künstlerhaus und Context XXI eine Veran­staltungsreihe zu „Frauen im Widerstand gegen den Na­tionalsozialismus” organisie­ren. Aus diesem Anlass er­scheint die vorliegende Nummer von Context XXI als Sonderausgabe, die sich ganz diesem Thema widmet. Gemeinsam mit anderen Pu­blikationen wie dem „Jahr­buch der Theodor Kramer-Gesellschaft” (siehe Anzeige auf Seite 19) soll es als Be­gleitheft zu den geplanten Veranstaltungen dienen und bereits vorab in die Thema­tik einführen. Der Kramer-Gesellschaft danken wir für die Vorabdruckgenehmigung des Textes von Ingrid Strobl, der im „Jahrbuch” in einer Langfassung erscheinen wird. Das vorläufige Programm des Symposiums finden Sie auf der Seite 39.

Diese Sondernummer er­scheint in erhöhter Auflage, und wir würden uns sehr freuen, einige von Ihnen, lie­be Leserin und lieber Leser, in Zukunft als Abonnentin­nen und Abonnenten unse­rer Zeitschrift begrüßen zu dürfen. Die Abo-Bedingun­gen finden Sie auf der Seite 38. Auch in den folgenden Ausgaben werden Sie Beiträ­ge zu Frauen, Widerstand und Nationalsozialismus so­wie zu verwandten Themen finden.

Die Autoren und Auto­rinnen dieses Heftes versu­chen, einen Überblick über die bisherige Forschung zu Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu geben. Sie thematisieren die sexualisierte Gewalt gegenü­ber weiblichen Opfern des NS, beschreiben den antifa­schistischen Widerstands­kampf, Bedingungen des Exils, Kunst als Aufbegehren und psychologische Folgeer­scheinungen des Nazi-Ter­rors. Die Beiträge zum Wi­derstand in diesem Heft wer­den ergänzt durch eine Kri­tik an bestimmten feministi­schen Vorstellungen über die Rolle des Geschlechts im Nationalsozialismus. Es handelt sich dabei um die Zusam­menfassung eines Textes, der erstmals 1993 in der vergrif­fenen Nummer 6 der Zeit­schrift „Kritik und Krise” erschienen ist, der aber in sei­ner grundsätzlichen Kritik nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. In einer der nächsten Nummern werden wir die damit angerissene Diskussion auch anhand neuerer Literatur fortführen.

Die Illustrationen in die­sem Heft sind dem Buch „Frauen-KZ Ravensbrück. ‚...und dennoch blühten Blu­men.‘ Dokumente, Berichte, Gedichte und Zeichnungen vom Lageralltag 1939 - 1945“, herausgegeben von Helga Schwarz und Gerda Szepansky, sowie dem Band „Charlotte Salomons Buch: Leben oder Theater? Ein au­tobiographisches Singspiel in 769 Bildern“ (Charlotte Sa­lomon Stiftung, Amsterdam) entnommen.

Über Änderungen bei der Herausgeberschaft und in der Redaktion von Context XXI informieren wir Sie aus­führlich in der Nummer 8/2003, in der Sie unter an­derem Beiträge zur Situation im Nachkriegsirak und zur Staatstheorie finden werden.

Stephan Grigat
Oktober 2003

Eva Krivanec

„Tun, was getan werden muss ...“

Frauen, Widerstand, Exil und Verfolgung im Nationalsozialismus

Gabriela Walterspiel

Das „zweite Geschlecht“ und das „Dritte Reich“


Helga Amesberger  •  Katrin Auer  •  Brigitte Halbmayr

Sexualisierte Gewalt gegen Frauen während der NS-Verfolgung


Ingrid Strobl

Österreichische jüdische Exilantinnen in der Résistance


Alexander Emanuely  •  Anna Mitterer

Um das Unvermögen

Charlotte Salomons autobiographisches Singspiel in 769 Bildern

Mary Kreutzer  •  Esther Shabot

Jüdische Frauen im mexikanischen Exil


Alexander Emanuely  •  Traude Tauber

Das Trauma der Frauen des Widerstandes


Jutta Sommerbauer

Am Ende: der Anfang

Als Jüdin im Bulgarien der 40er Jahre

Stephan Grigat

Liebe Leserin, lieber Leser!


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