Heft 52

Medieninhaber und Herausgeber: Kritischer Kreis – Verein für gesellschaftliche Transformationskunde
Offenlegung: Der Medieninhaber ist zu 100 Prozent Eigentümer der Streifzüge und an keinen anderen Medienunternehmen beteiligt. Grundlegende Richtung: Kritik und Perspektive
Redaktion (zugleich Mitglieder des Leitungsorgans des Medieninhabers): Andreas Exner, Lorenz Glatz, Severin Heilmann, Stephan Hochleithner, Franz Schandl, Martin Scheuringer, Ricky Trang, Maria Wölflingseder, Petra Ziegler; Covergestaltung: Isalie Witt; Layout: Françoise Guiguet
Transformationsrat: Christoph Adam (Santiago de Compostela), Dora de la Vega (Cordoba, Argentinien), Peter Klein (Nürnberg), Paolo Lago (Verona), Neil Larsen (Davis, USA), Massimo Maggini (Livorno), Stefan Meretz (Berlin), † Pichl Peter (Wien), Erich Ribolits (Wien), Salih Selcuk (Istanbul), Gerburg Vermesy (Hamburg), Ulrich Weiß (Berlin)
Copyleft: Alle Artikel der Streifzüge unterliegen, sofern nicht anders gekennzeichnet, dem Copyleft-Prinzip: Sie dürfen frei verwendet, kopiert und weiterverbreitet werden unter Angabe von Autor/in, Titel und Quelle des Originals sowie Erhalt des Copylefts.
Druck: H. Schmitz, 1200 Wien

Franz Schandl

Einlauf

Wer diesen Zuständen ausgesetzt ist, kann nur verrückt werden. Aber schlimmer noch als dies zu konstatieren, ist es, dies überhaupt nicht zu begreifen. Der Kapitalismus gilt ja als eherner und letzter Hort der Rationalität. Die Aufklärung hat er so groß geschrieben, dass diese selbst gar nicht mehr Gegenstand derselben sein darf. Gegen die Ökonomie etwa ist die Philosophie, ja selbst die Theologie eine harte Wissenschaft, wenn wir es schon in dieser rationalen Sprache der Irrationalität ausdrücken, einer Sprache, die permanent mit ihren Begriffsvorgaben Realitäten schafft. Tatsächlich leben wir heute in einer Welt der größtmöglichen Verzauberung oder weniger bezaubernd ausgedrückt: Befangenheit und Fesselung sind noch nie so absolut gewesen wie jetzt, auch wenn wir als souveräne Wesen gelten und uns das auch einbilden.

Fiktion ist freilich ein breites Thema. Man kann sich da alles Mögliche vorstellen. Wo verlaufen die Konturen? Und auch wohin? Das Gebiet abzustecken ist nicht so leicht und so wurden gegebenenfalls auch Stecken eingeschlagen, wo wir uns dann vielleicht etwas wunderten. Der Fiktionen sind viele. Lässt man sich mit ihnen ein, bekommt man stets welche ab. Manches mag etwas disparat oder schräg klingen, aber unsere Linie ist es, keine Linie vorzugeben, sondern bloß eine Richtung. So finden sich recht unterschiedliche, aber doch sehr akzentuierte Artikel in dieser Nummer.

Das nächste Mal geht es wieder an ein ganz klassisches Thema: An die Kritik der Arbeit. Deren Abschaffung steht nämlich noch immer aus. Wir wünschen eine abwechslungsreiche Lektüre und einen erholsamen Sommer.


P.S.: Alle in Deutschland Ansässigen mögen bitte beachten: Wir haben unsere Bankverbindung in Nürnberg aufgelöst. Alle Zahlungen gehen in Zukunft auf unser Wiener Konto (mit BIC und IBAN).

Franz Schandl

Einlauf


Tomasz Konicz

Die ökologischen Grenzen des Kapitals

Wieso es keinen „grünen“ Kapitalismus geben kann

Daniela Holzer

Lerne, soviel du kannst! Helfen wird es trotzdem nicht

Lebenslanges Lernen als fiktive Erzählung

Franz Schandl

Fiktives

Sprunghafte Hypothesen zu Ökonomie und Ideologie des Kapitals

Franz Hörmann

Fiktion und Berechnung

Welche Berechtigung hat die Mathematik in unserer Gesellschaft?

Emmerich Nyikos

Reductio ad fictionem


Ilse Bindseil

Im Reich der Fiktion

Über die wahre Heimat der Menschenrechte

Franz Schandl

Anästhesie des Daseins

Alphabetisches Puzzle zu einem eiligen Medium

Lorenz Glatz  •  Severin Heilmann  •  Martin Scheuringer  •  Maria Wölflingseder

Fiction live


Peter Pott

Die Leidenschaft hat die Vernunft, die dem Verstand fehlt


Thorsten Endlein

Notizen zur Solidarischen Ökonomie


Maria Wölflingseder
Dead Men Working

Fiktion gegen Fiktion?


Stefan Meretz
Immaterial World

Kulturflatrate!


Roger Behrens
Rückkopplungen

Weitermachen


Martin Pühringer
2000 Zeichen abwärts

Am Anfang steht der Glaube


Franz Schandl
2000 Zeichen abwärts

Gespenstisch 1


Franz Schandl
2000 Zeichen abwärts

Gespenstisch 2


Dominika Meindl
2000 Zeichen abwärts

In Echt ist keine Frau dick