Heft 47

Medieninhaber und Herausgeber: Kritischer Kreis – Verein für gesellschaftliche Transformationskunde.
Alle Artikel der Streifzüge unterliegen, sofern nicht anders gekennzeichnet, dem Copyleft-Prinzip: Sie dürfen frei verwendet, kopiert und weiterverbreitet werden unter Angabe von Autor/in, Titel und Quelle des Originals sowie Erhalt des Copylefts.
Der Medieninhaber ist zu 100% Eigentümer der Streifzüge und an keinem anderen Medienunternehmen beteiligt
Grundlegende Richtung: Kritik und Perspektive
Redaktion (zugleich Mitglieder des Leitungsorgans des Medieninhabers): Andreas Exner, Lorenz Glatz, Severin Heilmann, Franz Schandl, Martin Scheuringer, Ricky Trang und Maria Wölflingseder
Covergestaltung: Isalie Witt
Layout: Françoise Guiguet
Transformationsrat: Christoph Adam (Santiago de Compostela), Dora de la Vega (Cordoba, Argentinien), Peter Klein (Nürnberg), Paolo Lago (Verona), Neil Larsen (Davis, USA), Massimo Maggini (Livorno), Stefan Meretz (Berlin), Pichl Peter (Wien), Erich Ribolits (Wien), Salih Selcuk (Istanbul), Gerburg Vermesy (Hamburg), Ulrich Weiß (Berlin)
Druck: H. Schmitz, 1200 Wien

Franz Schandl

Einlauf

Wohnen. – Ist das nicht ein fades Thema? Zwar tun wir es die ganze Zeit, doch denken wir darüber ernsthaft nach? Zum Wie? vielleicht, aber zum Was? und zum Warum?, da findet sich wenig. Wohnen scheint also tatsächlich eine „Hinterwirklichkeit“ (Kafka) zu sein – zwar von Bedeutung, aber ohne Herausforderung zu besonderer Betrachtung und gesonderter Begrifflichkeit. Spricht das nicht dafür, dass wir unseren unmittelbaren Lebenslagen doch etwas indifferent gegenüber stehen? Ja, die Kritik des Wohnens ist unterentwickelt, zweifellos.

Diese Ausgabe der Streifzüge will nun versuchen, dieser Indifferenz etwas entgegenzusetzen. Natürlich begeben wir uns damit auf ein Feld, das wir bisher fast gar nicht beackert haben. Doch das hat auch seine Reize. So ist es immer wieder notwendig, sich thematisch nicht zu beschränken und auch diverse Alltagsbereiche, die sich einem wahrscheinlich gerade aufgrund ihrer Unmittelbarkeit nicht und nicht aufdrängen, in Theorie und Praxis entsprechend zu berücksichtigen.

Selbstverständlich sind auch diese Streifzüge Streifzüge geworden. Sie können nicht alles abdecken, aber doch versuchen Akzente zu setzen. Manches war geplant, manches hat sich ganz zufällig ergeben. Andererseits gibt es zu wichtigen Fragen keine gesonderten Beiträge, etwa zur Wohnungspolitik oder zur Preisentwicklung am Wohnungsmarkt, zur Obdachlosigkeit oder zu den elendiglichen Wohn- und Lebensbedingungen in vielen Gegenden dieser Erde. Aber da kann ja noch etwas nachgereicht werden.

Wie dem auch sei, wir haben uns wie immer bemüht, eine ansprechende Nummer zu gestalten. In jeder Hinsicht wollen wir uns verbreitern und verbreiten. Punkto Wohnen kann das globale Ziel doch nur und bloß und lediglich darin bestehen, den „Fluch dieser nichtswürdigen Behausungsverhältnisse“ (Karl Marx) zu überwinden. Nichts weniger ist zu wollen als das gute Leben für alle.


P.S.: Mit dieser Ausgabe hat Françoise Guiguet unser Layout übernommen. Herzlichen Dank und willkommen!

P.P.S.: Wir freuen uns über jedes Abo, jede Spende, jede Hilfe. Jedes Mal. Danke.

Franz Schandl

Einlauf


Andreas Exner

Neuland statt Krise


Franz Schandl

Raum für die meiste Zeit

Lose Vermutungen zur alltäglichen Praxis des Wohnens

Aramis

ortsansässig?


Peter Pott

Schöner Wohnen – in der Kommune


Roger Behrens

Gentrification und urbane Bewegung


Günter Schneider

Von Mieterrevolten zum freien Markt

Stadtentwicklung und Mietrecht in Wien. Ein Abriss

Hausprojekt

Umsonstökonomischer Ansatz

Eine Dokumentation

Franz Schandl

Sonderbare Sonderware

Zur Politischen Ökonomie des Wohnens

Birgit von Criegern

Ausharren im Nirgendwo

Flüchtlinge in Deutschland

Nicoletta Wojtera

Hinterwirklichkeiten

Gedanken zum literarischen (Wohn-)Raum von Rainer Maria Rilke bis Botho Strauß und David Foster Wallace

Lorenz Glatz  •  Severin Heilmann  •  Sara Kleyhons  •  Franz Schandl  •  Maria Wölflingseder

Home Stories

Lothar Galow-Bergemann

You can’t get something for nothing


Erich Ribolits

Bildung hat keinen Wert

Über den Verlust von Bildung, sobald dieser Wert zugeschrieben wird

Lorenz Glatz

What we do matters

Zu Friederike Habermann: Der homo oeconomicus und das Andere

Maria Wölflingseder
Dead Men Working

Wohnung(slos)–Arbeit(slos)


Stefan Meretz
Immaterial World

Gesellschaft


Roger Behrens
Rückkopplungen

Thriller!


Julian Bierwirth
2000 Zeichen abwärts

Adorno wohnt trotzdem


Franz Schandl
2000 Zeichen abwärts

Die Betriebskostenverrechner


Dominika Meindl
2000 Zeichen abwärts

Büro 2.0: Vom Wohnen in der Legebatterie


Ricky Trang
2000 Zeichen abwärts

Die Spezialisten des Überlebens


Peter Pichl
2000 Zeichen abwärts

Schreckstellungen zu Scheuringer und seinen Kontrahenten