Mary Kreutzer

Mary Kreutzer ist Politikwissenschafterin und Publizistin mit den Schwerpunkten Nationalsozialismus und Antisemitismus, Menschenrechte, Entwicklungspolitik und Flucht. Sie ist Trägerin des Eduard-Ploier-Radio-Preises der Österreichischen Volksbildung, des Concordia Publizistikpreises (Kategorie Menschenrechte), des European Award for Excellence in Journalism, des Elfriede-Grünberg Preises, Obfrau der Organisation LeEZA, die Syrien, im Irak und in der Türkei emanzipatorische Frauenprojekte durchführt, Redakteurin der Menschenrechtszeitschrift liga und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für kritische Antisemitismusforschung. Seit 2009 leitet sie die Abteilung Missing Link der Caritas Wien in Niederösterreich (ZusammenReden und Neuland) und Wien (*peppa) und seit 2011 ist sie Lehrbeauftragte der FH Dornbirn.

Im WWW

Texte

Mary Kreutzer
Wessen Antisemitismus?

„Für die Juden geht man nicht auf die Knie“*

Antisemitismus in den Wiener Pfarrblättern der Zwischenkriegszeit

Carlos Guzmán Böckler  •  Mary Kreutzer

„Despertá pueblo hijo de la gran puta!“*

Rassismus und Universität in Guatemala

Mary Kreutzer

„Der Auslandsdeutsche kann nichts anderes sein als Nationalsozialist!“*

Deutsch-österreichischer Faschismus in Guatemala

Mary Kreutzer

Der linke Beitrag zum Faschismus


Mary Kreutzer

Gedächtnis und Geschlecht


Mary Kreutzer  •  Wolf-Dieter Vogel

Der David der lateinamerikanischen Legende

Antiamerikanismus in Lateinamerika

Mary Kreutzer

Das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) und sein General


Mary Kreutzer

Sex, Drugs & Salvador Allende

Ein chilenischer Sozialdemokrat und seine kruden Thesen

Mary Kreutzer

Wer hat die geladene Pistole auf dem Tisch gelassen?

Der Philosoph Víctor Farías über die chilenische Linke

Mary Kreutzer

Plädoyer für die „Vermischung der Rassen“

Cesare Lombrosos Kriminalanthropologie im 19. Jahrhundert

Mary Kreutzer

MultikulturalistInnen: die postmodernen RassistInnen


Mary Kreutzer

Der Herr Bezirksrat und die Modernisierungstendenzen des organisierten Rechtsextremismus in Österreich: die sogenannte „Neue-Rechte“


Mary Kreutzer

Rassistische Drogenrazzia und Polizeiübergriffe im Flüchtlingslager Traiskirchen: „Ein Bilderbuch-Einsatz!“*


Mary Kreutzer
Wissenschaft und Hochschulen im Nationalsozialismus:

Konrad Lorenz und die Ethologie


Mary Kreutzer

Damit nicht alle TäterInnen straflos ausgehen

Texte zu Mary Kreutzer

Mary Kreutzer bei Wikipedia

Mary Kreutzer (* 1970 in Wels) ist eine österreichische Politikwissenschafterin und Journalistin mit den Schwerpunkten Frauenrechte, Entwicklungspolitik und Flucht.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mary Kreutzer wuchs in Guatemala auf und studierte in Wien Politikwissenschaft, Geschichte und Dolmetschen. Sie ist Redakteurin des Magazins der „Österreichischen Liga für Menschenrechte“ (liga)[1] und Mitbegründerin und Obfrau der Organisation „Liga für emanzipatorische Entwicklungszusammenarbeit“ (LeEZA, ausgesprochen Lisa). Diese österreichische NGO unterstützte seit 2003 u. a. im Irak mehrere Frauenzentren[2], einen freien Radiosender und eine Kampagne gegen die Beschneidung weiblicher Genitalien. In der Türkei unterstützt LeEZA ein Frauenzentrum für intern Vertriebene in Diyarbakir und ein Frauenhaus in Dersim/Tunceli. Seit 2013 unterstützt LeEZA ein Frauenzentrum in Syrien (Rojava, Amude), ist aber auch in Europa für die Rechte von Asylbewerbern und in der Informationsarbeit über den Irak, Türkei, Syrien, den Sudan und andere Staaten der Region aktiv.[3]

2008 produzierte sie im Rahmen der „Gesellschaft für kritische Antisemitismusforschung“ einen Dokumentar-Film über das Leben des österreichischen Journalisten Karl Pfeifer, der als Kind vor den Nationalsozialisten nach Palästina flüchtete und im israelischen Unabhängigkeitskrieg kämpfte.[4]

Kreutzer war einige Jahre lang Redakteurin und Radiomacherin beim Multimediaprojekt Context XXI und unterstützt die NGO-Plattform „Export Credit Agencies-Watch“ (ECA Watch),[5] einer internationalen NGO, die sich unter anderem gegen den Bau des Ilısu-Staudamm in der Osttürkei engagiert. Sie unterstützt die Solidaritätsliste gegen Abschiebung.[6] und ist im Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Kurdologie /Europäisches Zentrum für kurdische Studien[7] sowie im Beirat des "Netzwerk für Sozialen Zusammenhalt. Prävention, Deradikalisierung und Demokratie"[8] aktiv.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. März 2005 störte eine Gruppe von Mitgliedern der trotzkistischen Gruppe Arbeiter*innenstandpunkt eine Veranstaltung der Stop-the-Bomb-Kampagne im Wiener Kulturzentrum Café 7stern. Dabei wurde Mary Kreutzer als Besucherin von Michael Pröbsting, einem der damaligen Sprecher der Gruppe, tätlich angegriffen und verletzt. Im März des Folgejahres wurde dieser dafür wegen Körperverletzung verurteilt.[9]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diplomarbeit
  • Marianne Kreutzer: Die NSDAP-AO in Lateinamerika am Beispiel der Landesgruppe der NSDAP in Guatemala. Universität Wien, 2003.
Monografien
  • In Freiheit leben, das war lange nur ein Traum: Mutige Frauen erzählen von ihrer Flucht aus Gewalt und moderner Sklaverei. mit Alicia Allgäuer. Lea Ackermann, 2010, ISBN 978-3-466-30878-1.
  • ZusammenReden – Debatten über Integration in österreichischen Kommunen. mit Alicia Allgäuer und Thomas Schmidinger. 2010, ISBN 978-3-902282-32-3.
  • Ware Frau. Auf den Spuren moderner Sklaverei von Afrika nach Europa. mit Corinna Milborn. 2008, ISBN 978-3-902404-57-2.
  • Irak. Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie? mit Thomas Schmidinger. 2004, ISBN 3-924627-85-1.
  • Niederlagen des Friedens: Gespräche und Begegnungen in Guatemala und El Salvador. mit Thomas Schmidinger. 2002, ISBN 3-9808498-0-5.
Artikel

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: Eduard-Ploier-Radio-Preis, Kategorie Bildung und Wissenschaft[10]
  • 2008: Concordia-Preis für Menschenrechte[11]
  • 2009: European Journalist Award for Excellence in Journalism[12]
  • 2009: Nominierung als bestes Wissenschaftsbuch 2009[13]
  • 2010: European Journalist Award for Excellence in Journalism
  • 2013: Elfriede-Grünberg-Preis der Welser Initiative gegen Faschismus

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Österreichische Liga für Menschenrechte
  2. Einzige Frauenhäuser im Nahen Osten (Memento vom 30. Dezember 2007 im Webarchiv archive.today)
  3. Liebe in Zeiten des Krieges Artikel im Falter Ausgabe 43, 2014
  4. Zwischen Allen Stühlen - Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer (Memento vom 2. Mai 2016 im Internet Archive) Website des Films
  5. ECA Watch Österreich
  6. gegenabschiebung
  7. Website der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie (Memento vom 30. September 2013 im Internet Archive)
  8. [1]
  9. Karl Pfeifer, Mag. Michael Pröbsting rechtskräftig verurteilt, HaGalil, 8. August 2006, abgerufen am 7. Oktober 2014
  10. http://www.vhs.or.at/213
  11. Concordia-Preise für Vospernik, Kreutzer und Milborn. In: derStandard.at. 10. März 2009, abgerufen am 12. Dezember 2017.
  12. http://www.weltbevoelkerung.de/presse/europaeischer_sonderpreis.shtml
  13. http://www.woche-des-wissens.at/index.php?content=3a